Feuermohn


Verlag Plaisir d'Amour

ISBN: 3938281375

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"Feuermohn" ist ebenfalls als Taschenbuch-Lizenzausgabe beim "Ullstein Verlag" erschienen

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Rena Larf liest aus Feuermohn

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Inhalt

 

Der Journalistin Anna ist nichts mehr zuwider als reiche Jet-Set-Machos, die mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden und vom ererbten Geld auf der Suche nach Sex und Parties um die Welt jetten. Regelmäßig lässt sie sich in ihrer Kolumne über diesen Männertypus aus, und ihr bevorzugtes Opfer heißt Aaron Vanderberg, Erbe einer Juwelier-Dynastie. Aaron ist berüchtigt für seine Verführungskünste, seine sexuelle Anziehungskraft und seine ausschweifenden Parties. Eines Tages treibt Anna es in ihrer Kolumne zu weit, und Aaron, dem Annas Kolumne schon lange ein Dorn im Auge ist, hält sich gar nicht erst mit einer Unterlassungsklage auf, sondern schmiedet einen perfiden Racheplan. Ehe Anna es merkt, ist sie gefangen in einem erotischen Spinnennetz, das Aaron um sie gewoben hat! Er lockt Anna auf sein luxuriöses Anwesen, wo er sie Unterwerfung lehrt und sie in die Abgründe sexueller Lust führt ...

 

Leseprobe

 

Szene1:

Anna versuchte das Ziehen in ihrer Magengegend zu ignorieren, was ihr nicht ganz gelang. Sie benetzte ihre trockenen Lippen, ihre Lider flatterten. "Je eher wir das Interview beginnen, umso schneller haben wir es hinter uns, was sicherlich ganz in Ihrem Interesse liegen dürfte." Höflich, aber distanziert lächelte sie ihn an. Sie musste dieses verdammte Interview hinter sich bringen.

"Immer ganz Herrin der Lage, nicht wahr?" Ein sarkastischer Zug lag um seinen Mund. "Zumindest nach außen hin." Er ließ sie nicht aus den Augen, näherte sich ihr. Blitzschnell griff er nach ihrem Arm, zog sie zu sich hoch.

Mit beiden Fäusten stemmte sie sich gegen seine Brust. "Lassen Sie mich los, Sie Gigolo."

Aaron lachte amüsiert auf. "Bisher hat sich noch keine Frau beschwert." Er hob eine Augenbraue. "Wie wäre es, wenn wir das überflüssige Geplänkel lassen und sofort zum Hauptteil übergehen?" Sein Ton ließ keinen Zweifel daran, was er mit ‚Hauptteil' meinte.

"Wenn Sie mich nicht auf der Stelle loslassen, schreie ich um Hilfe. Das wäre doch ein gefundenes Fressen für die Medien, oder?!", spie sie ihm mit vor Gift triefender Stimme entgegen.

"Ich bekomme fürchterliche Angst, wenn du so etwas sagst." Sein Sarkasmus war nicht zu überhören. "Du bekommst dein Interview. Morgen!"

Sie befreite sich aus seinem Griff. "Morgen? Und wer gibt mir die Gewissheit, dass Sie mich dann nicht genauso hinhalten? Der Weg zu Ihnen ist kein Katzensprung. Und ich habe Besseres zu tun, als durch die Weltgeschichte zu kutschieren, um mir eine weitere Abfuhr zu holen."

"Nicht so pessimistisch, Anna. Wer sagt denn, dass ich dir eine Abfuhr geben werde? Morgen ist ein perfekter Tag für Interviews." Er lachte leise. "Meine Bedingung: Du besuchst wie geplant den Mohnball und wirst anschließend als mein Gast eines meiner Gästezimmer beziehen. Morgen sehen wir dann weiter."

"Ich denke nicht daran!"

"Okay. Dann wird es kein Interview geben." Sein Blick legte sich auf ihre Brüste, schien mental jedes Stückchen Stoff, das sie verhüllte, zu entfernen. "Trägst du eigentlich einen Büstenhalter? Ich hätte nichts dagegen, eigenhändig nachzusehen und dieses überflüssige Etwas von deinem Körper zu reißen." Seine Stimme war die pure Verheißung, ein lüsternes Flüstern gepaart mit einer ordentlichen Portion Amüsement.

Anna wurde es heiß und kalt zugleich. Sie ärgerte sich über ihren verräterischen Körper, der auf seine Worte ebenso nachgiebig reagierte wie auf seine bloße Anwesenheit ...

 

 

Szene 2:

Aaron stand schweigend im Türrahmen, beobachtete die Silhouette ihres Körpers, die sich dunkel vor dem silbern glänzenden Mondlicht abhob. Ein zufriedenes Lächeln umspielte seine Lippen. Dieser Körper schrie nach Erfüllung, Ekstase und Hingabe. Wie weich und anschmiegsam sie wirkte, den Kopf leicht zurückgelegt, ganz in ihrem elementaren Empfinden gefangen.

Diese für ihn deutlich spürbare hingebungsvolle Seite kam seinem Vorhaben zugute. Nicht mehr lange, und er hatte sie genau da, wo er sie haben wollte. Zu seinen Füßen, wimmernd vor Lust und sich nach ihm verzehrend. Nichts als biegsames Wachs in seinen Händen. Er würde sie unterwerfen, sie willenlos machen. Aaron lachte leise in sich hinein. Sie würde es nie wieder wagen zu verbreiten, er sei ein hirnloser Weiberheld und alle Frauen, die sich mit ihm einließen, seien bedauernswerte Dummchen.

Leise begann er sich ihr zu nähern. Als Anna realisierte, dass die Hände auf ihren Hüften keineswegs ihren Tagträumereien entsprangen, zuckte sie zusammen. Die Hände waren zart, spielten mit ihr, umkreisten ihren Bauchnabel und wanderten langsam nach oben.

Sie spürte heißen Atem in ihrem Nacken, wandte den Kopf, erkannte Aaron und atmete die Worte "genieße es", ein. Sie fuhr herum, blinzelte einige Male. "Du? Was willst du hier?" Ihre Worte waren nur ein Flüstern, ihre Lider flatterten, das Herz schlug ihr bis zum Hals. Mit einer Mischung aus Unwillen und Sehnsucht schaute sie ihn an.

"Dich, ich will dich." Allein seine Stimme zog sie magisch an, doch sie wollte diesmal nicht wie Fallobst in seine Arme sinken.

"Welches Spiel spielst du, Aaron Vanderberg? Und was willst du wirklich?"

Er grinste spitzbübisch mit funkelnden Augen. Sie wartete auf eine Antwort, aber er schwieg. Das Schweigen zog sich in die Länge. Anna spürte seine Anwesenheit überdeutlich, ein schwaches Zittern der Erregung durchlief sie. Sie konnte ihn mit jeder Faser ihres Körpers spüren, ihr Herz schlug laut und unregelmäßig.

Das Schweigen und die Nähe schienen plötzlich lebendig zu werden, griffen nach ihr. Anna fühlte sich matt und erregt. Sie wollte etwas sagen, um dieses auf ihr lastende Schweigen zu unterbrechen, doch ihr fehlten die passenden Gedanken und Worte."Wenn du mich zum Narren halten …", weiter kam sie nicht, denn er hatte sie gepackt, zog sie eng an seinen Körper.

Er legte eine Hand unter ihr Kinn und zwang sie, den Kopf zu heben und ihn anzusehen. In seinen Augen loderte eine Glut, die sie erschreckte und gleichzeitig magisch anzog. Sie wollte den Kopf zur Seite drehen, seinem erotischen Bann entfliehen, aber er hielt ihren Kopf fest. "Wehr dich nicht. Ich spüre, dass du mich begehrst!"

"Du irrst!" Trotzig versuchte sie seiner Nähe zu entkommen. Vergeblich!

"Lügnerin!" Seine raue Stimme ganz nah an ihrem Ohr, sein fester Griff, ihre geheimen Wünsche und der übermäßige Champagnergenuss - das alles war eine Mischung, die sie lahm legte. Ein Zittern durchlief ihren Leib, als seine Lippen sich leicht auf die ihren legten. Nur ein Hauch von einem Kuss und doch so verwirrend. Gierig empfing sie seine Lippen. Hungrig. Voller Hingabe. Endlich!

 

 

Szene 3:

Anna, eingehüllt in einen schwarzen Seidenumhang, wurde zu ihm geführt. Ihre Augen waren mit einer breiten schwarzen Binde aus Samt verbunden. Eingängige klassische Musik erfüllte den Raum, betörte ihre Sinne auf subtile Weise.

Der Umhang glitt von ihren Schultern, fiel zu Boden und umgab ihre Füße wie ein schwarzer See aus Seide. Aaron musterte das lavendelfarbene Kleid aus Taft und Spitze, das die Hälfte ihrer Oberschenkel freiließ, die Strapse und zarten Strümpfe, die Stilettos aus pflaumenfarbenem Samt. Betrachtete ihre vollen Brüste, die blank unter dem dünnen Stoff hervorblitzten und sich hektisch hoben und senkten.

Annas Atem ging stoßweise. Es erregte sie, nicht zu wissen, was sie erwartete. Schaute er sie an? Gefiel ihm, was er sah? Lächelte er? Oder waren seine Augenbrauen unwillig zusammengezogen? War er allein? All das schoss ihr in unzusammenhängender Reihenfolge durch den Kopf. Sie spürte seine Anwesenheit, seine Aura, roch sein Rasierwasser und spürte seinen Atem auf ihrer Haut mal im Nacken, mal auf dem Dekolleté, mal auf ihren Schultern.

Er umschritt sie wie ein Raubtier auf Beutezug. Als sie ihre Hand in die Richtung streckte, in der sie ihn vermutete, griff sie ins Leere. Dabei ersehnte sie, ihn mehr als nur mental zu spüren. Warum sagte er nichts? Sie wurde nervös, begann zu frösteln.

Sie holte Luft, setzte dazu an, die Stille zu durchbrechen. Wollte ihn fragen, was er mit ihr vorhatte. Aber seine Hand verschloss ihren Mund, als ahnte er, was sie zu fragen gedachte. Ihre Zungenspitze fuhr nervös über ihre trockenen Lippen. Wieder spürte sie seinen Atem. Diesmal an ihrem Hals. Seine Zunge folgte der Spur des Atemhauches und zog eine Linie von ihrem Hals bis hin zu ihrem Schlüsselbein. Heißer Atem, der die entstandene Feuchtigkeit anpustete.

Ihre Brustspitzen erhärteten sich. Sie hörte sein heiseres Lachen. Dann nahm sie wahr, wie er ihre Brüste aus dem Ausschnitt hob und spürte seine Zunge auf der linken Brustwarze … seine Lippen … seine Zähne. Ganz vorsichtig nahm er die rosige Knospe zwischen seine Zähne, zog an ihr, ließ sie wieder los, liebkoste sie mit seiner Zunge, saugte, neckte, küsste sie.

Anna stöhnte auf. Stromschlaggleich durchzuckte es ihren Körper, und voller Entzücken nahm sie wahr, wie der rechten Brustwarze dasselbe widerfuhr. Fast schon schmerzhaft zog sich die Spitze zusammen.

„Ich werde deine Warzen saugen und beißen, bis sie dunkelrot geschwollen sind“, raunte er ihr zu. „Und dann, wenn und du dich unter mir windest, auf der Suche nach mehr, werde ich von dir ablassen. Du wirst winseln, vor Lust vergehen, und ich werde mir dreimal überlegen, ob ich fortfahren werde.“

Anna keuchte auf. „Du willst mich betteln hören?"

Er antwortete nicht sofort. Dann flüsterte er ganz nah an ihrem Ohr: „Ich will nicht – ich werde.“

Und er sollte recht behalten.